Mitglied der IG Metall werden? Warum?

In diesem Jahrhundert ist es wichtig für andere einzustehen und es ist genauso wichtig an sich selbst zu denken.

Mitglied-werden

Copyright: Harm Bengen

Die Mitglieder der IG Metall brauchen dich um ihre und auch deine Interessen besser und stärker durchzusetzen.

Und DU? Du brauchst jemanden, der dir hilft deine Arbeitsbedingungen zu verbessern. So hast du weniger Sorgen und mehr Spaß am Leben.

Der Einsatz ist gering: 1% deines selbst angegebenen Bruttoeinkommens als Mitgliedsbeitrag.

Darin enthalten sind nicht nur persönliche Beratung und Unterstützung, Weiterbildung, kostenloser Rechtsschutz und eine Freizeit-Unfallversicherung. Sondern auch noch Menschen, welche kompetentes Wissen über Tarif- und Betriebspolitik haben.

Auch ich war unsicher beizutreten. Mein Fehler: Ich hatte gedacht, um mein Bruttoeinkommen zu ermitteln, würde der Beitrag über meine Lohnabrechnung abgerechnet und dadurch hätte mein Chef von dem Beitritt erfahren. Das wäre zu dieser Zeit ungünstig gewesen. Doch nach einem Gespräch mit einem kompetenten Mitglied stellte sich heraus, dass ich die Angaben über mein Bruttoeinkommen selber mache und der Beitrag ganz normal vom Konto abgebucht wird. So wissen nur die von meinem Eintritt, denen ich davon erzähle.

Welche Bedenken oder Erfahrungen habt ihr mit dem Beitritt in die IG Metall? Schreibt dies doch mal unter diesem Beitrag als Antwort das würde mich und bestimmt auch andere interessieren.

In 3 Schritten zum IG Metall Mitglied.

 

16 Gedanken zu „Mitglied der IG Metall werden? Warum?

  1. AllesDieGleichenVerbrecher

    Ich kann nur jedem raten nicht in einen solchen Verien zu gehen. Leute die es doch tun denken auch das Volksvertreter die Meinung des Volkes vertreten…
    Um Mitgliederbeiträge einzufordern können sie sich schon ziemlich stark machen. Aber alles was darüber hinaus geht liegt nicht in deren Kompetenzbereich!
    Vorsicht: Wer sich hier einschreibt MUSS mit einem Einschreiben seinen Vertrag kündigen. Finde ich super bei einer Organisation die lauthals vorgibt sich für Menschen einzusetzen.
    Wers nicht glauben will sollte mal ne Runde da drehen und im Problemfall anrufen. Die kompeteneste Äusserung die dort von den Lippen weicht wird folgende sein: “Entschuldigung, aber wenn sie Probleme mit ihrer Arbeitsstelle haben wenden sie sich bitte an ihren Chef”
    Wenn man nach etlichen Mitgliedsbeträgen eine solche Antwort erhält… da macht man doch gerne Werbung!
    Weiter so Leute! Ihr seit das was ihr vorgebt zu bekämpfen!
    Wenn mal wieder ein Streik angezettelt wird… dann nur von der Konkurrenzfirma, denen es dann nur ein Dorn im Auge ist das sie mehr Gewinne einfahren als sie selbst!

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  2. IGm Mitglied

    Ich bin Mitglied bei der IGM in Berlin, Alte Jakobstraße 149, 10969 Berlin. Als ich zum ersten Mal dort hinging , wegen einer Rechtsangelegenheit mit meinem Ex Arbeitgeber, erhoffte ich zunächst Hilfe. Doch bevor mir diese Hilfe gewährt wurde, musste ich zunächst eine demütigende Behandlung erfahren. Man wird von der Sekretärin Frau O. übersprochen, kann keinen Satz wirklich zu Ende bringen, wird unfreundlich behandelt und bekommt das Gefühl man müsste unterwürfig sich dort benehmen. Der allgemeine Ton dort ist “laut” und “rauh”, man wird sehr knapp beraten , wirklich nur das nötigste und das auch wieder recht unfreundlich, einen freundlichen , höflichen Tonfall kennt man dort anscheinend gar nicht. Man steht erst einmal verdutzt da und kommt sich fast vor als wäre man Angeklagter vor Gericht. Das sind zumindest meine Erfahrungen. Wenn man dann selber unter Zeitdruck steht, wegen vertraglichen Entscheidungen, wird einem zugesagt ,man bekomme rechtzeitig einen Rückruf – was natürlich nur selten erfolgt. Es ist eine schlimme Erfahrung, wenn man eh schon in einem bedrückenden Zustand ist, wegen des Arbeitgebers, dann aber auch noch eine derart unhöfliche , fast schon freche Behandlung erfährt. Ich kann nur hoffen, dass es sich bei diesen Vorfällen nur um die Zweigstelle Alte Jakobstraße 149,10969 Berlin handelt und das andere Hilfesuchenden in anderen Städten menschlicher, höflicher behandelt werden. Ansonsten macht es keinen Sinn für die IGM Beiträge zu zahlen, Mitglied zu sein.

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  3. Rüdiger

    Due IG Metall ist lediglich aktiv in Medien ansonsten werden die Mitglieder schlicht im Stich gelassen (IG Metall Homburg) eine Schande dieser Verein ! Schlimmer geht immer, der DGB Kaiserslautern entpuppt sich als Arbeitgeberhilfsverein und läßt sein Mitglied auflaufen. Ser DGB und die IG Metall vertreten die Interessen der Gegenseite. Eine Schande !!!

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  4. Anonym

    IG Metall kümmert sich nix um die leiharbeiter..!! Auf dene ihre Homepage haben sie geschrieben das mach 24 Monate Einsatz als leiharbeiter muss der entleiher einen festen Vertrag anbieten solange es keine betriebsvereinbarung gibt.. Als ich bei IG Metall war nach 24 Monate Beschäftigung als leiharbeiter. Kümmern Sie sich nicht mal um die Ansprüche geltend zu machen. Weil der Anwalt nicht weißt ob betriebsvereinbarung gibt oder nicht. Die muss ich selber besorgen bei der Betriebsrat. Toll dachte ich mir wenn ich es selber besorgen muss wird die Firma sich denken das ich meine Ansprüche geltend machen will und ruckzuck bin ich weg von dir Firma. So kann ich wenigstens auch wenns scheise ist als leiharbeiter mein Geld verdienen…!! Und bin seit 28 Monate imernoch durchgehend als leiharbeiter in der selben weltunternehmen mit paar tausend Mitarbeitern..! IG Metall Mitglied zu sein ist wie Geld in die Wasser zu schmeißen…!

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    1. Christian

      Hallo Anonym,
      ich kann nicht verstehen wie du darauf kommst das die IGM dir nicht helfen möchte. Du schreibst das dir ein Anwalt zur Seite gestellt wurde. Das Verstehe ich unter Hilfe. Das der Anwalt nicht wissen kann was in einer Firma alles für Betriebsvereinbarungen abgeschlossen wurden ist doch verständlich. Ich weiß jetzt nicht in welcher Firma du da bist. Aber ich kann dir sagen das es auch Firmen gibt in denen es leider keinen Betriebsrad gibt oder niemand von den Betriebsratsmitgliedern den Kontakt zur IGM sucht und daher auch das Erfragen für die IGM nicht einfach bis unmöglich ist. Wenn ich dich richtig verstanden habe bist du nicht entschlossen genug da du von den Konsequenzen die entstehen könnten angst hast. Daher würde ich sagen das es an dir liegt und nicht an der IGM. Nur weil du mit dem Betriebsrad redest oder etwas erfragst, heißt das noch lange nicht, das du abgemeldet wirst.
      Ich würde dir raten, erst mal bei deinem Vorgesetzten oder wenn vorhanden beim Betriebsrad zu fragen ob die Firma zur Zeit einstellt oder du machst einfach eine Bewerbung fertig und gibst sie in der Firma ab. Sollte daraus eine Ablehnung erfolgen dann ist der Weg des Einforderns mit Anwalt auch gerechtfertigt. Zu bedenken ist aber auch ob du dann mit dem Arbeitsvertrag der dir vorgelegt wird zufrieden bist und ihn dann auch Unterschreibst.

      PS: Dein Text durch ein Rechtschreibprogramm laufen zu lassen macht das lesen und verstehen einfacher. Danke

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      1. Anonym

        Die Firma in der ich tätig bin, hat seit Jahren Betriebsrat… Ich bin auch durch die Betriebsräte bei igm mietglied,weil ich damals gezweifelt war und der Betriebsrat es durch uns leiharbeiter ausgenutzt und gedroht, Im Falle wir uns gegen igm entscheiden das es schwierig wird mit der fest Einstellung bei der Firma…. Seit meine Einsatz wurde in 3 Abschnitt knapp 200 Leute eingestellt…! Und ich war so oft bei Betriebsrat… Die haben nix gemacht..! Um nix gekümmert…!! Dann als ich mir Beratung bei der Anwalt holen wollte den ich durch igm bekommen habe.,ging der Gespräch nicht mal 3min..!!!!der Anwalt hat gleich geblockt das man nix dagegen tun kann weil die Firma eine betriebsvereinbarung hat und somit nicht verpflichtet ist für eine Übernahme…komischerweise hat der Anwalt Infos gehabt über betriebsvereinbarung aber jedoch nicht in der Lage gewesen um wir das selbe schriftlich zu zeigen… Sorry, wir leiharbeiter werden sowieso genug 2.linie gehandelt von Arbeitgeber… Und das lass ich mir auch nicht von der igm spüren… Statt auf unser Seite zu sein.. Werden wir auch gleich geblockt… Statt soviel Beiträge zu zahlen… Mach ich mir komplette Rechtsschutz Versicherung abschließen mit alle nötigen Paket… Und das weit weg von dem Beiträge die igm verlangt…!!

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        1. Dennis Olsen

          Hallo Kollege,

          schade, dass du dich in der Situation als Leiharbeiter von der IG Metall nicht gut vertreten fühlst. Leider ist die rechtliche Situation als Leiharbeiter im Betrieb auch mit Betriebsrat, Tarifvertrag und IG Metall-Mitgliedschaft nicht einfach. Etwa sieht der Tarifvertrag Leiharbeit eine Übernahme mit spätestens 24 Monaten Tätigkeit im Unternehmen vor, der Tarifvertrag kann aber durch Abschluss einer Betriebsvereinbarung verändert werden. An dieser Stelle stehen viele Betriebsräte unter Druck. Denn der Arbeitgeber kann theoretisch auch vor den 24 Monaten die Leiharbeiter einfach wieder abmelden, um der Übernahme zu entgehen. Hierdurch entsteht ein Dilemma für viele Betriebsräte.

          In jedem Fall hat die IG Metall Branchenzuschläge in den Bereichen Metallindustrie, Textil und Holz- und Kunststoff für Leiharbeiter herausschlagen können.

          Beim Thema Rechtschutzversicherung vs. Mitgliedschaft muss man vorsichtig sein. Frei Anwälte entscheiden oft nach dem Streitwert, ob sie überhaupt einen Fall übernehmen, was bei der Höhe von Forderungen, die Arbeitnehmer oft haben, auch mal negativ sein kann. Weiterhin beenden manche Versicherungen den Rechtsschutz ab dem zweiten oder dritten Fall. Diese Dinge sind beim Rechtschutz über die Gewerkschaftsmitgliedschaft nicht gegeben. Wir vertreten jedes unserer Mitglieder in der ersten Instanz und bei Aussicht auf Erfolg auch weitergehend.

          Viele Grüße
          Dennis Olsen
          IG Metall Hannover

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          1. Anonym

            So sehe ich das ganze nicht… Die branchenzuschläge gabs auch vor der 12.05.2012.. Also vor der Vereinbarung das nach 24monate ubernahme Pflicht. Ebenso die Firma in der ich tätig bin hat bereits 2stellige Anzahl von leiharbeiter übernehmen müssen kurz nach 2 Jahren seit ubernahme Pflicht eingeführt ist. Allerdings die Firma in eine andere Standort in Deutschland.. In jeden Standort in Deutschland werden die alle leiharbeiter gleich bezahlt durch Tarifvertrag..leider Betriebsrat genehmigt alle übernahmen die Firma entscheidet… Die Betriebsräte stellt sich kein cm zur leiharbeiter die schon seit Jahren bei der Firma tätig ist… Sondern die unterschreiben sofort auch die leiharbeiter die seit nicht mal 6 Monate im Firma tätig ist… Ich finde es nicht gerecht… Es wird auch nicht nach krieterien geachtet.. Wie z. B SOZIALE Leben oder eine abgeschlossene Ausbildung… Leider bleiben die Betriebsräte weit weg von leiharbeiter Rechte entfernt.. Deshalb sehe ich kein positiven Seite um Mitglied bei ihm zu sein. Den Gehalt Erhöhung bekommen auch alle die nicht igm Mitglied sind. Ich bin ununterbrochen knapp 3jahren tätig als leiharbeiter… Leider keiner von euch hat sich eingesetzt… Da bleib die Firma als Boss und ich muss mich leider an die Firma Seite stellen.. Somit spar ich mir wenigstens ein bißchen Geld damit ich was besseres für mein Nachwuchs leisten kann.

          2. Dennis Olsen

            Hallo nochmal,

            sicherlich gab es in einzelnen Betrieben auch bereits vor Abschluss der Tarifverträge zu den Branchenzuschlägen Regelungen zu Equal Pay. Aber gerade diese haben unsere starken Betriebsräte der IG Metall in Betriebsvereinbarungen oder die IG Metall in Haustarifverträgen festgeschrieben! Deine weiteren Beispiele sind sehr auf deinen Betrieb zugeschnitten. Es ist schade, wenn du von deinem Betriebsrat vor Ort enttäuscht bist, aber wir als IG Metall sind nicht nur Betriebsrat. Wenn wir von unseren Mitgliedern Beschwerden an der Arbeit eines Betriebsrats erhalten, können wir durchaus beratend auf die Arbeit des Betriebsrats einwirken. Ich denke ich werde dich nicht überzeugen, schade.

        1. Christian

          :D Da muss ich ihnen recht geben, Danke. Ich schreibe meine Nachrichten auch mit einem Rechtschreibprogramm, wodurch ich aber nicht vor Fehlern bewahrt werde. Da ich nicht viel lese oder schreibe habe ich so meine Probleme (ich versuche aber daran zu arbeiten ;D). Mein Satz war vielleicht etwas schlecht formuliert. Er sollte nicht als Kritik verstanden werden, sondern als Ratschlag. Ob ein Wort richtig geschrieben ist oder nicht ist nicht so schlimm, nur der Inhalt der Nachricht sollte gut verstanden werden. Wie wichtig das ist, sieht man an der zweiten Nachricht des Kollegen. Dort ist der Inhalt etwas anders, als in der ersten Nachricht.

          Wieso wird eigentlich jeder bei der IG Metall geduzt? Ich habe es so verstanden, dass durch das DU der Zusammenhalt besser dargestellt wird. Wie zum Beispiel in einer guten Familie, wo alle gleich sind und man sich untereinander hilft. In einer Firma wo es Hierarchien gibt, ist das nicht so. Die IG Metall ist auch keine Firma und daher gibt es dort nur Kollegen mit unterschiedlichen Aufgaben. Wenn ich mal mit den Kollegen von der IG Metall telefoniere und es ist jemand den ich nicht kenne oder mit dem ich nur wenig zu tun habe, spreche ich denjenigen meist auch erst mal mit SIE an. Im zweiten Anlauf fällt mir dann erst wieder ein, dass ich ja DU sagen darf.

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  5. Anonym

    Tut mir leid, ich kann dem Gesagten nun ganz und gar nicht mehr zustimmen.
    Seit Jahren bin ich der IG Metall auf die Füße getreten:”Bitte helft mir!” Ob es nun die Gewerkschaft vor Ort im Betrieb war oder direkt bei der Bezirksverwaltung. Ich wurde schmählich allein gelassen.
    Erst Ende letzten Jahres hat die IG Metall meinen Arbeitgeber mal angeschrieben und Forderungen geltend gemacht. Doch der Arbeitgeber hat sich mit dem Popo drauf gesetzt. Schließlich ging es dieses Jahr ins Klageverfahren. Leider hatte ich nur sehr wenig Unterstützung und auch noch fliegenden Wechsel der Rechtsschutzsekretäre. Das Ende vom 1. Lied, ich habe Haushoch verloren, mit einen WischiWaschi-Begründung seitens des Arbeitsgerichts.
    Als ich in die zweite Instanz wollte, wurde die mir vom IG Vorstand verwehrt. Ich kann noch nicht einmal Beschwerde gegen diese Ignoranz einwerfen. Da in meinem Fall der Vorstand das höchste Gremium der IG Metall ist.

    Jetzt suche ich mir von draußen einen Anwalt, der mich in meinem Fall vertritt. Doch es kostet ne Menge Holz und das als Hartz4-Empfänger.

    Es tut mir leid, wenn ich das so sagen muss, aber jeder wirklich JEDER ist besser beraten, wenn er anstelle IG Metall Mitglied zu werden eine anständige Rechtsschutzversicherung abschließt, denn die wimmeln nicht schon bei den ersten Anläufen ab, sondern werden gleich tätigt.

    Im übrigen, der Ersteller der Homepage kann meine Mailadresse sehen, falls noch weiter Fragen kommen. Deshalb unterzeichne ich heute mit

    Anonym

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    1. Dennis Olsen

      Lieber Anonym,

      schade, dass du schlechte Erfahrungen mit der IG Metall gemacht hast. Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass dies ein Projekt der IG Metall Hannover ist. Solltest du bei uns Mitglied gewesen sein, biete ich Dir gerne einen Gesprächstermin an. Eine Bewertung deines Rechtsfalls und der Vorgänge, die du hier schilderst kann ich schlecht nachvollziehen. Klar ist aber, dass auch die IG Metall und unser Partner die DGB Rechtschutz GmbH nicht jedes Verfahren vor dem Arbeitsgericht gewinnen können. Letztlich müssen auch die Ansprüche oder Klagegründe juristisch gerechtfertigt sein.
      Übrigens liegen gerade bei Klageverfahren auf ausstehende Lohnzahlungen die Vorteile ganz klar beim gewerkschaftlichen Rechtsschutz. Der schaut nämlich nicht auf die Höhe des Betrages und erteilt auch bei mehreren Verfahren immer die Rechtsschutzübernahme für die 1. Instanz. Die zweite Instanz wird nach Freigabe durch den Vorstand der IG Metall freigegeben. Dort beurteilen ausgewiesene Experten im Arbeits- und Sozialrecht jeden einzelnen Fall. Ich hoffe, ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen.

      Mit kollegialen Grüßen
      Dennis Olsen
      Gewerkschaftssekretär
      IG Metall Hannover

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  6. Kristina

    Ich denke nicht das das ein so großes Problem für den Arbeitgeber darstellt wenn er über eine Mitgliedschaft die Kenntnis erlang. Zumal die IGM sehr eng mit der Geschäftsleitung zusammenarbeitet. Du gibst dein Bruttogehalt selber an, machst du das jeden Monat? denn wenn nicht ist dir hoffentlich klar das im Fall eines Falles die IGM den Rechtschutz oder sonstiges ablehnen kann, da nicht die richtigen Beiträge bezahlt wurden? In der Regel verändert sich das Bruttoeinkommen, gerade in der Metallindustrie Aufgrund der Schichtarbeit. Wenn wirklich Probleme im Unternehmen herrschen wird man von der Gewerkschaft keine konkreten Äußerungen erwarten können, nein viel mehr werden sie versuchen die Mitarbeiter dazu zu bringen auf Urlaubs und Weihnachtsgeld zu verzichten, da es der Firma ja so schlecht geht… Also ich finde für fast 50 euro im Monat kann eine Rechtschutzversicherung abschließen um für den Fall der Fälle gesichert zu sein. In meinen Augen ist das zu viel Geld wenn man es vom tatsächlich erzielten Bruttoeinkommen bezahlen muss… wieso eigentlich vom Nettoeinkommen? Wir haben ja schließlich vom Bruttogehalt auch nichts nach den ganzen Abzügen…

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    1. Dennis Olsen

      Hallo Kristina,
      mir ist die Stoßrichtung deines Kommentars nicht ganz klar. Lass mich aber doch auf einige deiner Gedanken antworten:
      1. In manchen Betrieben ist es wirklich kein Problem, wenn der Arbeitgeber weiß, wer in der Gewerkschaft ist. Es gibt aber auch Chefs, die sehen es nicht sehr gerne, wenn ihre Beschäftigten organisiert sind, üben dann Druck aus oder kündigen aus vorgezogenen anderen Gründen. Deshalb ist es sehr gut, dass niemand offen seine Gewerkschaftsmitgliedschaft gegenüber dem Arbeitgeber zu outen braucht. Das Recht Gewerkschaftsmitglied zu sein ist übrigens durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland geschützt (Art. 9 Abs. 3 GG).
      2. Die IG Metall arbeitet zunächst einmal eng mit ihren Mitgliedern und gewerkschaftlich organisierten Betriebsräten im Betrieb zusammen. Wir führen in Tariffragen Verhandlungen mit der Geschäftsführung. Wie schnell man sich da einig wird, hängt dann eher von der Geschäftsführung ab und von der Stärke der Gewerkschaft im Betrieb. :)
      3. Für den satzungsgemäßen Beitrag muss nicht jeder monatlich seine Entgeltabrechnung ändern. Will man Rechtschutz und der Beitrag weicht vom satzungsgemäßen Beitrag ab, muss der Beitrag angepasst werden
      4. Die IG Metall bringt niemanden dazu auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu verzichten. Übrigens im Elektrohandwerk Niedersachsen gibt es derzeit überhaupt kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Hierfür verantwortlich sind die Christliche Gewerkschaft Metall und der Arbeitgeberverband.
      5. Die IG Metall ist eine Solidargemeinschaft. Jeder zahlt 1 % seines Bruttoentgelts. Das sind bei vielen 15 bis 25 Euro im Monat. Je mehr man verdient, desto höher ist der Beitrag. Das ist solidarisch. Übrigens: Für Steuern und Sozialbeiträge zeichnet nicht in erster Linie die IG Metall verantwortlich.

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  7. Uwe

    Christian, Dein Artikel trifft den Punkt. Bravo.
    Viele Kollegen glauben es geht auch ohne Gewerkschaft. Partizipieren sie doch auch von den Tarifentscheidungen ohne Mitglied zu sein. Aber an dieser Stelle sei erwähnt: Die Qualität der Abschlüsse hängt ganz entscheidend von der Mitgliederzahl ab. Nur eine starke Gewerkschaft kann auch gute Abschlüsse erzielen.
    Also liebe Kolleginnen und Kollegen, warum zögert ihr noch?

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